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Was bedeutet der Brexit für die Lieferantenbeziehungen?

Aktualisiert: 3. Mai 2022





Dreieinhalb Jahre nach dem Votum der britischen Bevölkerung für den Austritt aus der Europäischen Union. Doch die Zukunft bleibt höchst ungewiss, insbesondere was den internationalen Handel und die Geschäftsbeziehungen betrifft. Glücklicherweise wird es eine einjährige Übergangszeit geben, die den Unternehmen die Zeit gibt, die sie brauchen, um ihre Lieferantenbeziehungen zu überdenken und die verschiedenen anderen Herausforderungen zu bewältigen.

Was sind die Risiken für Unternehmen?

Heutzutage können selbst kleine Unternehmen dank der Technologie eine globale Reichweite haben. Viele arbeiten heute mit Teams und Lieferanten zusammen und bedienen Kunden in ganz Europa und darüber hinaus. Geschäfte innerhalb desselben Wirtschaftsblocks sind jedoch weitaus weniger restriktiv als Geschäfte mit Ländern außerhalb desselben, weshalb viele Unternehmen es vorziehen, ihre Lieferketten innerhalb derselben politisch-wirtschaftlichen Regionen zu halten, in denen sie sich weitgehend nur um eine Reihe von Handelsregeln kümmern müssen.

Der Brexit wird sich auf alle Unternehmen auswirken, insbesondere auf jene mit stark integrierten Lieferketten innerhalb des Blocks. So könnte beispielsweise die Just-in-Time-Fertigung plötzlich restriktiven internationalen Handelsregeln unterliegen, insbesondere wenn sich das Vereinigte Königreich nicht auf ein Handelsabkommen mit der EU einigen kann. Stark regulierte Sektoren wie das Finanz- und das Gesundheitswesen könnten sich einer Vielzahl von Compliance-Regelungen ausgesetzt sehen.

Die Datensouveränität ist ein weiterer wichtiger Grund zur Sorge, insbesondere für Unternehmen mit Sitz in der EU, die mit Cloud-Anbietern im Vereinigten Königreich zusammenarbeiten. Die Datenschutz-Grundverordnung (GDPR) schreibt beispielsweise vor, dass die Daten von EU-Bürgern in der EU verbleiben müssen, auch wenn Ausnahmen für andere Rechtsordnungen gemacht werden können, die ein ähnliches Schutzniveau bieten. Während das Vereinigte Königreich selbst nicht plant, die GDPR aufzugeben, verlagern viele britische Unternehmen entweder ihren Standort in die EU oder bringen ihre digitalen Vermögenswerte mit lokalen Server-Colocation- und Cloud-Einrichtungen nach Hause, um das Risiko potenzieller Probleme bei der Einhaltung der Vorschriften in der Zukunft zu verringern.

Ist es an der Zeit, Geschäftsbeziehungen neu zu überdenken?

In der heutigen technologiegetriebenen Welt ist der Wandel konstant, daher ist es immer ratsam, ein anpassungsfähiges Geschäftsmodell zu haben und auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein. Was den Brexit betrifft, so ist die Unsicherheit größer denn je. Wenn das Vereinigte Königreich zum Beispiel zu einem "Drittland" wird, wie es die EU nennt, unterliegen alle Handelsbeziehungen zwischen britischen und EU-Unternehmen nicht mehr den weit weniger restriktiven EU-Handelsregeln, sondern denjenigen der Welthandelsorganisation.

Lieferantenbeziehungen müssen auf Vertrauen und Gewissheit beruhen, vor allem, wenn Sie mit Lieferanten zusammenarbeiten, die für den Fortbestand Ihres Unternehmens von entscheidender Bedeutung sind. Jeder Lieferant birgt ein gewisses Risiko, das sich unter anderem dadurch erhöht, dass der Lieferant im Ausland ansässig ist und somit anderen Regeln und Vorschriften unterliegt. In einigen Fällen kann die Auslagerung eines Geschäftsbetriebs an einen ausländischen Lieferanten zu einem rechtlichen Problem werden. Während dies innerhalb der EU selbst unwahrscheinlich ist, werden die Beziehungen zwischen Unternehmen aus dem Vereinigten Königreich und der EU wahrscheinlich zunehmend unter Druck geraten.

Zur Risikominderung, insbesondere bei der Vorbereitung auf ein mögliches No-Deal-Szenario, müssen Unternehmen ihre Lieferketten möglicherweise überdenken. Einige werden vielleicht bestimmte Tätigkeiten an lokale Zulieferer auslagern wollen. Für diejenigen, die ihre Geschäfte zwischen dem Vereinigten Königreich und der EU fortsetzen wollen, könnte es notwendig sein, einige Lieferanten durch solche zu ersetzen, die eine Garantie für die Zeit nach dem Brexit bieten, z. B. hinsichtlich der Einhaltung von Vorschriften und der Markteinführung. Für andere Unternehmen könnte es sogar profitabler sein, sich ganz auf neue Märkte zu konzentrieren, auch wenn dies bedeuten könnte, dass viele wichtige Geschäftsbeziehungen völlig neu überdacht werden müssen.

Obwohl wir uns alle einig sind, dass die Zukunft höchst ungewiss ist, ist es wichtig, nach vorne zu schauen und sich auf die bevorstehenden Herausforderungen vorzubereiten, genauso wie es wichtig ist, die Chancen zu erkennen. Auch wenn der Brexit die Lieferkettenlandschaft zweifellos verändern wird, ist es jetzt wichtiger denn je, sich mit Menschen zu umgeben, denen Sie vertrauen können, und sicherzustellen, dass Sie über die Lösungen und Prozesse verfügen, um dies zu erreichen.

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